Dritte Liga

Nach einer überaus erfolgreichen Saison 2025/2026 krönte sich der SV Reudnitz zum Regionalligameister Ost. Damit war nicht nur die Meisterschaft besiegelt, sondern auch eine Frage beantwortet, die uns schon länger begleitet hatte: Reudnitz ist bereit für Drittliga-Volleyball

Der Schritt in die 3. Liga ist allerdings nicht nur sportlich ein anderer Maßstab. Mehr Niveau, mehr Fahrten, mehr Organisation, mehr Verantwortung und vor allem deutlich mehr Aufwand auf und neben dem Feld. In den letzten Wochen haben wir unsere Hausaufgaben gemacht.

Mit dem Aufstieg musste sich die erste Herrenmannschaft auch von einigen langjährigen Weggefährten verabschieden. Daniel Schapp, Thomas „Lutz“ Arndt, Daniel Walther und Paul Loskarn verlassen die erste Herren. Niklas Esche bleibt dem SVR erhalten und übernimmt künftig eine neue Rolle. Nach vielen Jahren als Spieler und als eines der organisatorischen Herzen der Mannschaft kümmert er sich ab sofort um Management und Vermarktung der ersten Herren. Gemeinsam mit dem Vorstand hat Niklas die organisatorische Seite des Drittliga-Abenteuers vorangetrieben.

Unser bisherige Headcoach Kay Wronka hat sich nach der Meisterschaft gegen eine weitere Saison als Trainer entschieden. Der zusätzliche zeitliche Aufwand der 3. Liga ließ sich für ihn in Verbindung mit den familiären Verpflichtungen nicht sinnvoll vereinbaren. Eine Entscheidung, die wir natürlich respektieren und vor allem mit großem Dank für die vergangenen Jahre begleiten. Kay hat einen entscheidenden Anteil daran, dass aus dem Regionalligisten SV Reudnitz ein Drittligist geworden ist.

'DANKE KAY'

Die Nachfolge an der Seitenlinie übernimmt Falko Ahnert. Unterstützt wird er dabei von unserem Co-Trainer Rolf Arnold

Falko kennt die Mannschaft aus der Spielerperspektive. Er stand selbst letzte Saison mit den Jungs auf der Platte. Mit seiner Trainer-B-Lizenz Volleyball und seinem Beruf als Sportlehrer bringt er zudem die fachlichen Voraussetzungen für die neue Aufgabe mit. Dabei ist die Aufgabe, die er übernommen hat allerdings nicht ganz ohne. Die jüngsten Erfolge des SVR basierten nicht ausschließlich auf sportlicher Qualität, sondern vor allem auf einer außergewöhnlichen Teamchemie und einem Zusammenhalt, der sich nur schwer trainieren oder einkaufen lässt. Coach Ahnert konnte nach zahlreichen Gesprächen, Probetrainings und Rücksprachen mit dem bestehenden Team weitere Spieler für unseren Drittligakader verpflichten und ist entsprechend zufrieden.

Wir haben auf jeder Position Neuzugänge verpflichtet, die uns weiter nach vorne bringen werden. … Wir haben uns dadurch im Schnitt auf jeder Position deutlich verstärkt.“

Das neue Zuspielduo

Im Zuspiel stehen künftig Franz Godeck und Jakob Röhner auf dem Feld. Franz kommt aus der zweiten Mannschaft der L.E. Volleys, bringt aber reichlich Erfahrung aus höheren Ligen mit. Bundesliga-Volleyball sowie Stationen in Dessau und Bitterfeld stehen auf seiner Vita. Mit Jakob gibt es außerdem eine kleine statistische Kuriosität: In ihrer gemeinsamen Zeit bei den L.E. Volleys haben Franz und Jakob kein Spiel verloren, wenn beide im Kader standen.

Wir werden sehen, wie lange diese Statistik Bestand hat.

Zwei Meter Mann für die Mitte

Auf der ohnehin stark besetzten Mittelblockposition kommt mit Gabor Spikermann ein echter Brocken. Der knapp zwei Meter große Mittelblocker komplettiert gemeinsam mit Fabian Glaser, Paco Meißner und Richard Rocktäschel unsere Mittelblock-Fraktion. Gabor kommt ebenfalls aus der zweiten Mannschaft der L.E. Volleys und kennt Franz daher bereits bestens. Seine Volleyballausbildung begann beim SC Potsdam, bevor ihn das Studium nach Leipzig führte – und jetzt glücklicherweise ins noch schönere Reudnitz.

Ein Leipziger kehrt zurück

Auf der Liberoposition konnten wir tatsächlich einen waschechten Leipziger verpflichten. Richard Keetman wird gemeinsam mit Vereinslegende Alex Schapp künftig unser Libero-Duo bilden. Richard kehrt nach einigen Jahren beim GSVE Delitzsch nach Leipzig zurück, dieses Mal aber zum SVR. Ausgebildet bei den L.E. Volleys, sammelte Richard anschließend reichlich Regionalligaerfahrung und gehörte dort in den vergangenen Jahren zu den auffälligsten Liberos der Liga.

Aus dem Sand in die Halle

Der nächste Neuzugang dürfte der Hallenvolleyball-Bubble bisher eher unbekannt sein. In der Beach-Community hingegen kennt man Janek Wiesenack deutlich besser. Janek hängt seine Flip-Flops zumindest vorerst an den Nagel und wechselt vom Sand in die Halle. Ganz nach dem Vorbild von Anders Mol stellt er sich einer neuen sportlichen Herausforderung und möchte herausfinden, ob Volleyball auch mit mehr als zwei Spielern funktioniert. Der fast zwei Meter große Beach-Blocker wird bei uns im Außenangriff eingesetzt. In den ersten Testspielen zeigte sich bereits: Wenn man groß ist und gut springt, kann man auch mal entspannt über den Block schlagen.

Linkshänder kann man nie genug haben

Mit Eric Turek kommt ein weiterer Neuzugang mit reichlich Drittligaerfahrung. Über den VC Eltmann und den VSV Jena führt sein Weg nun nach Reudnitz. Eric bringt enormen Ehrgeiz, Spielwitz und eine starke Annahme mit. Dazu kommt ein Aufschlag, der dem gegnerischen Annahmeriegel regelmäßig neue Gesprächsthemen bescheren dürfte.

Und weil ein Linkshänder offensichtlich nicht ausreicht, wurde noch einer aus dem Ruhestand zurückgeholt: Philipp „Sassi“ Binanzer wollte nach seiner letzten Regionalligasaison beim Krostitzer SV eigentlich ein Jahr Pause machen. Das Vorhaben hielt ungefähr so lange, bis Mannschaft und Trainerteam angefangen haben, ihn vom Gegenteil zu überzeugen. Sassi bringt ebenfalls Erfahrung aus der 3. Liga und Bundesliga mit und wird unsere Annahme-Außen-Achse verstärken.

Zusammen mit Kapitän Max Lukas und Erik Mischke bildetn die drei Neuzugänge Janek, Eric und Philipp unser Außenangriffs-Ensemble.

Die Eisenschulter

Komplettiert wird der Kader durch Yannik Naumann, der wie Eric Turek vom VSV Jena nach Reudnitz wechselt. Yannik bringt ebenfalls Drittligaerfahrung mit und verfügt über eine Schulter, die offenbar andere Vorstellungen davon hat, wann eine Karriere beendet werden sollte. Nach einigen Jahren im Mittelblock wechselte er vor einem Jahren auf die Diagonalposition – und genau dort wird er künftig gemeinsam mit Artur Mietsch für Punkte sorgen. Wenn Yannik ohne Block angreift, bleibt dem gegnerischen Abwehrspieler im Grunde nur zu Hoffen das er nicht getroffen wird.

Jetzt wird es ernst

Damit sind Trainerteam, Kader und Orga für unsere erste Saison in der 3. Liga Ost komplett.

Wir haben Spieler verabschiedet, Rollen neu verteilt und an einigen Stellen ordentlich nachgelegt. Was aber bleiben soll, ist das, was den SVR in den vergangenen Jahren stark gemacht hat: Teamchemie, Zusammenhalt und der Anspruch, füreinander zu spielen.

Die Regionalliga haben wir gewonnen, jetzt wartet die 3. Liga.

Und wir freuen uns darauf, diesen nächsten Schritt gemeinsam mit euch zu gehen.